
Die ausreichende Verdichtung der Schüttmaterialien ist das zentrale Qualitätsmerkmal im Erd- und Straßenbau. Die ZTV E-StB 09 enthält Vorgaben für den zu erreichenden Verdichtungsgrad DPr. Die Bestimmung der Dichte erfolgt mit verschiedenen Feldversuchen nach DIN 18125-2, die jedoch nicht bei allen Bodenarten eingesetzt werden können und relativ hohe zufällige Messunsicherheiten aufweisen. Die Standardabweichungen schwanken in Abhängigkeit von der Bodenart und vom Messverfahren zwischen 0,9 und 2,0% DPr. An der TU Bergakademie Freiberg wurde daher ein neues Dichtemessverfahren mit Lasertechnik entwickelt, bei dem das Prüfgrubenvolumen über eine Laserabtastung vor und nach dem Ausheben der Prüfgrube bestimmt wird. Die Tauglichkeit des Verfahrens wurde mit der Machbarkeitsstudie FE 05.137 mit einem ersten Prototypen nachgewiesen.